T A N Z A N I A - A Home away from Home - The Usambara Mountains
Industrie in Tansania
Die Industrie Tansanias dient weitestgehend dazu, die im Land produzierten Rohstoffe zu verarbeiten. Die Regierung unternimmt grosse Anstrengungen, um die zum Teil immer noch staatlich geführten Betriebe zu privatisieren.

Kleiner Überblick zu Produkten, die in Tansania industriell hergestellt werden 
  • Esswaren, Getränke und Tabak
    • Herstellung von Konserven aus Früchten, Gemüse und Fisch
    • Herstellung von Milchprodukten
    • Herstellung von tierischen und pflanzlichen Ölen
    • Erzeugung von Mehl und Backwaren
    • Herstellen von Tierfutter
    • Brauen von Bier
    • Herstellung von Mineralwasser
  • Textilien, Bekleidung, Lederwaren und Schuhe
    • Webereien
    • Veredeln von Textilien und Leder
    • Herstellen von Teppichen, Seilen, Tauwerk und Garn
    • Herstellung von Gepäckstücken und Handtaschen
    • Gerben von Leder
    • Herstellung von Schuhen
  • Chemikalien, Mineralölprodukte, Gummi und Plastik
    • Raffinierung von Heizöl, Schmieröl und Asphalt
    • Herstellung von Dünger, Pestiziden, Reinigungsmitteln und Plastik
    • Herstellung von Arzneimitteln
    • Herstellung von Seife, Parfüms und Kosmetika
    • Herstellung von Reifen, Keilriemen, Gummimatten, Rohren und Becken

Bergbau
Der Bergbau ist in Tansania ein boomender Sektor in der Wirtschaft. Das Land hat einiges an Bodenschätzen zu bieten, wie Edelmetalle (Gold), unedle Metalle, Diamanten, eisenhaltige Mineralien, Natursteine und Edelsteine.
Berühmt ist der blaue Tansanit, der vor allem im Norden des Landes gefunden wird. Dennoch gestaltet sich der Abbau etwas problematisch. Zum einen sind die ausgemachten Lagerstätten teilweise zu klein, um wirklich gewinnbringend industriell verwertet zu werden, zum anderen sind notwendige Verkehrswege entweder nicht vorhanden oder zu schlecht ausgebaut.
Dennoch investieren vermehrt südafrikanische Firmen mit langjährigem Know-how in diesem Gebiet. Im Jahr 2002 exportierte Tansania Mineralien für 383.76 Millionen US-$, davon alleine Gold im Wert von 341.1 Millionen. Innerhalb eines Jahres nahmen diese Exporte um 27% zu und werden voraussichtlich weiter steigen.

Energie
Öl, Wasserkraft, Holz und Kohle sind die wichtigsten Energielieferanten Tansanias. Brennholz wird zum Kochen und Heizen benutzt und macht bis zu 93% der gesamten konsumierten Energiemenge aus. Öl und Benzin muss importiert werden. Davon wird am meisten für den Transportsektor verwendet. Daneben wird Rohöl auch für die lokale Industrie benötigt, die daraus verschiedene Produkte herstellt (siehe weiter oben unter Industrie). Im Land selbst wird zwar nach Öl gesucht, bisher aber ergebnislos. Dafür wurde in der Nähe von Daressalam Erdgas entdeckt.
Die Elektrizität wird zu 70% von den Wasserkraftwerken produziert. Aber nur etwa ¾ des Landes, vorwiegend städtische Ballungsräume, sind an das Stromnetz angeschlossen.
Pro Kopf und Jahr werden 46KWh verbraucht, mit einem raschen jährlichen Wachstum von ca. 10%. Deshalb bemüht sich die Regierung, die Energiekapazität durch vermehrte Investitionen anzuheben.

Forstwirtschaft
Der grösste Teil des anfallenden Nutzholzes wird als Brennstoff zum Kochen oder Heizen verwendet (auch in Tansania kann es, trotz der äquatorialen Lage, im inneren Hochland teilweise empfindlich kalt werden).
Daneben werden aber auch hochwertige Edelhölzer verwertet und exportiert, wie etwa Mahagoni, Zeder, Rosenholz, Ebenholz und Sandelholz.

Strassen
Das Strassennetz in Tansania steckt sozusagen noch in den Kinderschuhen. Ca. 85'000 km an Strassen durchziehen das Land, wovon aber nur etwa 4000 km geteert sind. Einige Strassen sind nur saisonal befahrbar (geteerte und ungeteerte), da heftige Niederschläge einige Abschnitte teilweise unter- oder wegspülen.
Dennoch sind Busse und Dalla Dallas (Kleinbusse) das wichtigste Verkehrsmittel in Tansania. Denn alle grossen Städte sind über mehr oder weniger gute Strassen miteinander verbunden, und dies oft schneller und billiger als mit dem Zug (so denn einer überhaupt an den gewünschten Zielort fährt). Auf den Strassen herrscht Linksverkehr.

Schienennetz
Tansania verfügt gesamthaft über ein Schienennetz von 3690 km. Diese unterteilen sich in zwei Spurweiten, die von unterschiedlichen Organisationen genutzt werden. 2721 km der Spurweite 1.0 m und 969 km der Spurweite 1.067 m. Die "Tanzania Railway Corporation" (TRC) nutzt die 1 m-Spur und betreibt 3 Hauptstrecken. Die Central-Line verläuft von Daressalam in das Landesinnere über Dodoma nach Tabora, wo die Linie sich verzweigt. Einmal westwärts nach Kigoma am Tanganjikasee und einmal nordwärts nach Mwanza am Viktoriasee. Die Singida-Line führt von Dodoma aus über Manyoni nach Singida. Die Mpanda-Line startet in Tabora und dreht westlich von Kaliua nach Süden ab und endet in Mpanda. Von Daressalam führt über Ruvu eine Strecke nordwärts der Küste entlang bis nach Korogwe, wo auch diese Linie sich verzweigt, einmal östlich nach Tanga am indischen Ozean und einmal westlich nach Moshi in der Kilimanjaroregion. Auf dieser Strecke finden jedoch keine Personentransporte statt, sie dienen lediglich noch dem Güterverkehr. Von Moshi aus findet auch der Anschluss an das Schienennetz in Kenia statt.
Die zweite Gesellschaft ist die Tanzania-Zambia Railway Authority (TAZARA). Diese Linie verbindet Daressalam mit Kapiri Mposhi in Sambia, erlaubt es aber auch Ländern wie Malawi, Simbabwe und der demokratischen Republik Kongo Fracht nach Daressalam an den Hafen zu liefern. Diese Bahn ist, wie der Name schon ausdrückt, eine Kooperation zwischen Tansania und Sambia und wurde in den 1970 er Jahren mit Hilfe von China erbaut.
Im Personenverkehr verliert die Eisenbahn zunehmend an Bedeutung, weil sie oft langsamer und teurer als der Überlandverkehr mit Bussen und das Netz nicht gut ausgebaut ist.

Flugverkehr
Tansania verfügt über 3 internationale Flughäfen. Daressalam, Kilimanjaro (zwischen Arusha und Moshi) und Sansibar. Für Daressalam sind mit mehreren internationalen Fluglinien Direktflüge von Europa aus erhältlich. Der Kilimanjaro International Airport wird derzeit nur von KLM ganzjährig angeflogen.
Kleinere Flughäfen und Landepisten sind über das ganze Land verteilt. Total werden 123 Pisten gezählt, wovon 11 geteert und 112 unbefestigt sind.
Es operieren mehrere Airlines in Tansania. Die staatliche Airline Airtanzania bietet Flüge in alle grösseren Städte Tansanias sowie nach Südafrika (Johannesburg), Malawi (Blantyre und Lilongwe), Uganda (Entebbe) und Kenia (Nairobi und Mombasa). Daneben existieren private Firmen wie beispielsweise PrecisionAir. Diese Airline bietet Flüge innerhalb Tansanias an, sowie Verbindungen nach Südafrika (Johannesburg) und Kenia (Nairobi und Mombasa).

Schifffahrt
Der wichtigste Hafen des Landes ist der Hochseehafen von Daressalam. Hier werden im Land gefertigte Güter verschifft oder Importe kommen an. Von grosser Bedeutung ist auch der Binnenhafen von Mwanza am Lake Victoria.
An den Küsten verkehren mehrere Fähren (auch schnelle Tragflügelboote) zwischen den Inseln Sansibar, Pemba und Mafia und den Festlandstädten Daressalam und Tanga.

Ethnische Gruppen in Tansania
In Tansania herrscht eine breite ethnische Vielfalt. Zu 99% setzt sich die Bevölkerung aus verschiedenen afrikanischstämmigen Gruppen zusammen.
Bis zu 130 Völker ("Stämme") werden gezählt, die sich grob in Bantu, Kuschiten, Niloten und Khoisan unterteilen lassen. Diese Vielfalt rührt daher, dass die frühe Besiedlung Tansanias aus allen Himmelsrichtungen Afrikas erfolgte (siehe Geschichte Tansanias). Den grössten Anteil haben dabei mit 95% die Bantu. Kleinere Anteile erreichen die nilotischen und kuschitischen Gruppen. Nur noch eine verschwindend kleine Minderheit von wenigen tausend Individuen bilden die Khoisan (Buschmannvölker).

Bildungssystem
Das Bildungssystem setzt sich nach britischem Vorbild aus drei Ebenen zusammen:
  1. 2 Jahre Vorschulerziehung sowie 7 Jahre Primarschule
  2. 4 Jahre untere Sekundarschule und 2 Jahre obere Sekundarschule
  3. 3 oder mehr Jahre der tertiären Stufe, was sowohl eine akademische Ausbildung (Universität) aber auch eine nicht-akademische Ausbildung sein kann.
Eine wichtige Funktion des Schulsystems in Tansania ist es, den Schülern die Zweisprachig-keit beizubringen. Schon auf Primarstufe ist es Pflicht, Englisch zu lernen, da diese Sprache auf den höheren Stufen Unterrichtssprache ist. Auch Kiswahili wird gelernt, es soll den Schülern ihre kulturelle Herkunft und ihr Erbe näher bringen und hat auch eine einende Funktion als landesweite Sprache.
Bildung
Als Julius Nyerere nach der Unabhängigkeit des Landes 1964 mit der Ujamaapolitik eine Art afrikanischen Sozialismus einführte, konnte eine starke Verbesserung des Bildungs-wesens erreicht werden. Im ganzen Land wurden Primarschulen errichtet, die 7 Jahre Schulbildung für die 7-14 Jahre alten Kinder ermöglichte. Der Besuch dieser kostenlosen Schulen war Pflicht, was von der Bevölkerung auch grösstenteils eingehalten wurde. So erreichte Tansania eine der höchsten Alphabetisierungsraten auf dem ganzen afrikanischen Kontinent (85% bei den über 15-Jährigen Mitte der 80er Jahre).
Nach der Aufgabe der wirtschaftlich nicht tragbaren Ujamaapolitik 1985 wurde diese Praxis geändert und die Alphabetisierungsrate sank zwischenzeitlich auf etwas unter 70% (1995). Zwar bestand weiter eine Schulpflicht, aber der Schulbesuch war jetzt kostenpflichtig und infolge des Bevölkerungswachstums gab es längst nicht mehr für jedes Kind einen Platz. Zwar können heutzutage (2003) ca.78% der über 15 jährigen lesen und schreiben, was jedoch nicht über den desolaten Zustand der staatlichen Schulen hinwegtäuschen kann.
Es fehlt an Geld, Gebäuden und sonstiger Infrastruktur. Sekundarschulen, die eine weiter-führende Bildung ermöglichen würden, sind rar und meist privat geführt, was deren Besuch für die meisten Kinder unmöglich macht, weil die finanziellen Mittel nicht vorhanden sind.

Religionen in Tansania
Exakte Zahlen zur Zuordnung der Bevölkerung sind kaum zu bekommen. Jede Quelle gibt andere Grössenordnungen des Religionsverhältnisses wider. Im Grossen und Ganzen kann man davon ausgehen, dass die Bevölkerung zu je einem Drittel dem Islam (besonders an der Küste, in Sansibar nahezu 100%), dem Christentum oder einer Naturreligion (Ahnenkult) angehören. Eine kleine Minderheit bekennt sich zum Hinduismus.






Homepage
zur Verfügung gestellt
von Vistaprint